8 Jahreskreisfeste
Generell werden diese Fest in Sonnen und Mondfest unterteilt.
Sonnenfeste: Jule, Ostara, Litha, Mabon
Mondfeste: Imbolc, Beltane, Lughnasad, Samhain
Jule
21. Dezember
Wintersonnenwende/ Mittwinter
Das Julfest ist ein keltisches Fest zur Wintersonnenwende. Das Wort Jul hat seinen Ursprung im Skandinavischen und bedeutet Rad. Es war das wichtigste Fest im Jahr und galt als Geburt der Sonne, die durch ein brennendes Rad symbolisiert wurde. In der Nacht der Wintersonnwende wurden alle Feuer gelöscht und sodann rituell neu entfacht. Dieses Feuer galt dann als heilig und mit seiner Flamme wurden alle Feuer im Haus wieder entzündet. Auf den Hügeln wurden große Feuer entzünden, um die wiederkehrende Sonne zu eherne. In den Anfängen des Julfestes wurde zu Ehren des Gottes Odin gefeiert was dann nach und nach mit dem christlichen Weihnachtsfest verschmolzen ist. Kaiser Karl der Große, verbot im Jahr 800 n.Chr. dieses Fest um die Verbreiterung des Christentums zu stärken. Wer dieses Fest feierte wurde mit dem Tod bestraft. Später deuteten die Christen die Wintersonnenwende als Geburt des Christkindes und feierten aus diesem Anlass das christliche Weihnachtsfest. Ganz wurde das Jule Fest aber nicht ausgerottet da in skandinavischen Ländern sich auch heute noch God Jul wünscht was frohe Weihnachten bedeutete.
Einige Bräuche des Julfestes sind auch heute noch aktuell. Der geschmückte und beleuchtete Weihnachtsbaum und der Adventkranz sind auch bei uns heutzutage nicht mehr wegzudenken. Auch der Brauch Julklapp (Wichteln) ist heutzutage noch üblich. Opferbrote wurden gebacken die in laufe der Zeit zu Weihnachtskeksen wurden.
Der aus Stroh bestehende Julbock wir unter dem Weihnachtsbaum gestellt, da seine Hauptaufgabe ist die Geschenke zu bringen. Früher war es ein Ziegenbock heute sind es Renntiere.
Imbolc
2. Februar
Lichtfest/ Lichtmess/ Geburt des Lichtes
Imbolc (auch Imbolg oder Oimelc) wurde von den Kelten als das Fest des Lichts, der Reinigung und der Hoffnung gefeiert. Es markiert das Ende der dunklen Winterzeit.
Der Name leitet sich vom altirischen Wort imb-folc ab, das so viel wie “Rundum-Reinigung” bedeutet. Zur Zeit der länger werdenden Tage stellte Imbolc für die Kelten eine Art “spiritueller Frühjahrsputzt” dar.
Eine zentrale Rolle nahmen das Licht und das Feuer ein. So wurden in der Nacht am 2. Februar alle Kerzen im Haus für einen kurzen Moment angezündet, um das Heim vor Unheil zu bewahren. Der christliche Feiertag Mariä Lichtmess rührt aus dieser keltischen Tradition.
Die Schirmherrin dieses Fest ist die keltische Göttin Brigid. Sie gilt als einer der ältesten Göttinnen Europas. Sie ist die Göttin des Feuers und der Schmiedekunst sowie die Beschützerin des Herdfeuers. Schirmherrn der heiligen Flamme. In ihren Händen liegt die Heilkunst. Ihr Baum ist die Birke und ihre Pflanzen sind Schneeglöckchen und Primel.
Ostara
21. März
Frühlingstagundnacht-gleiche/ Fruchtbarkeitsfest
Die Tag&Nachtgleiche spiegelt die Balance der Kräfte und der Natur wieder. Das Gleichgewicht von Licht und Dunkelheit.
Das keltische Frühlingsfest ist heute aus dem Bewusstsein der Menschen gerückt, obwohl sich die Osterbräuche nur geringfügig von den keltischen Ritualen unterscheiden (Hase, gefärbte Eier, Frühlingsfeuer, Nester, Gründonnerstag).
Die Wurzeln des Namens Ostara liegt in der Himmelsrichtung Osten in der die Sonne aufgeht. Die Frühlingsgöttin Ostara ist das Symbol von dem Erwachen der Natur.
Dieses Fest erinnert uns an das Miteinander. Gemeinsam helfen wir der Natur das Rad des Lebens wieder zu drehen, damit Tag und Nacht, männlich und weiblich, hell und dunkel, Licht und Schatten, Trauer und Freude wieder in Balance sind.
Diese Fest wird auch Alban Eiler genannt was Licht der Erde bedeutet.
Beltane
30.April
Walpurgisnacht/ Maifest
Die Natur feiert Hochzeit und rundum ist alles auf Freude, Lebenslust und Fruchtbarkeit eingestellt. Sie überschwemmt uns mit Düften, blühender Üppigkeit, Wachstum und Farbenrausch. Es ist nach dem langen Winter wie ein Wunder.
Für die Göttin keltische Fruchtbarkeitsgöttin Belisama (die Frau vom keltischen Lichtgotts Belenos) wurden das Maifeuer (heute das Osterfeuer) entzündet. Zum Sonnenaufgang haben die Kelten die Glut des Feuers nach Hause gebracht um das Herdfeuer zu entzünden, Tier wurden durch den Rauch getrieben um diese zu Schützen und Paare sprangen Hand in Hand über das Feuer um ihre Liebe zu stärken.
In dieser Nacht ist der Schleier zwischen den Welten hauchzart und voller Magie.
In dieser Nacht mischen sich keltisches, germanisches und christliches Brauchtum.
Die heilige Walpurga ist mit dieser Nach ebenso verbunden wie heidnische Elemente und lustvolle Feiern.
Litha
21. Juni
Sommersonnenwende/ Mittsommer/ Johannisfeuer
Der längste Tag und die kürzeste Nacht im Jahr.
Heute entfacht die Sonne ihre größte Kraft. Wir fühlen uns angeregt, Vitalisiert und voller Energie. Die sorglose Zeit des Jahres in der die Freude überwiegt. Die Sonne erreicht ihren Höhepunkt und es werden Sonnenwendfeuer entzündet die sinnbildlich für die Feuerkraft der Sonne stehen. Das Mittsommerfeuer/ Sonnenwendfeuer/ Johannisfeuer ist ein Freude- und Dankfeuer.
Jetzt hat Lichtgott Bel seine Zentrale Kraft erreicht der Höhepunkt der Herrschaft des Lichtes ist zu gleich der Anfang ihres Niederganges. Bel wird nach keltischer Überlieferung an diesem Tag enthauptet und daher kann der Winter seine Kraft entfachen. Bis Bel nächstes Jahr wiedergeboren wird. Im christlichen Glauben wurde aus Bel Johannes der Täufer, der das gleiche Schicksal teilt wie der keltische Gott.
Kräuter wie Johanniskraut werden geerntete und getrocknet. Die tragen die Lichtkräfte in die dunkle Winterstube und schützen die Menschen von Dämonen der Finsternis.
Das Fest wird auch Albhan Hevin genannt und bedeutet: Das Fest der Lichtkraft
Lughnasad
1. August
Lammas/ Schnitterfest/ Erntefest
Dieses Fest ist Lugh dem keltische Sonnen,- Korn,- und Erntegott gewidmet. Der Mythologie nach ist er der Sohn des Licht- und Feuergott Bel. Er stirbt mit dem ersten Schnitt des Korns und kehrt bis zum Frühjahr zurück in sein Reich.
Zum Dank lässt man einen kleinen Bereich des Feldes stehen den man nicht erntet.
Ein anderer gebräuchiger Name für das Fest ist Lammas (Laib-Messe), dabei wird das erste Bort mit dem neuen Getreide gebacken.
Der dritte geläufige Name ist Schnitterfest, er stand weil zu diesem Zeitpunkt die erste Kornernte geschnittenen eingebracht wurde.
Es ist kein klassischen Erntedankfest wie im Herbst sondern ein Fest der frucht bringenden Sonne, der produktiven Erde und der goldenen Ähre des reifen Korns.
Der Sommer ist in Hochform und der Lichtgott in der Blüte seiner Kraft. Das Feuerelement ist in diesen Tagen besonders stark präsent. Unter der kraftvollen Sonne wird eine ungeheure starke Energie freigesetzt und kurbelt die Glückshormone an.
Die Hundstage beginnen.
Diese heißte Zeit wurde nach dem Sternenbild des großen Hundes benannt da diese von Ende Juli bis Ende August auf dem Firmament zu sehen ist.
Mabon
21. oder 23. September
Herbsttagundnacht- gleiche/ Erntefest
Der Name kommt vom keltischen Gott Mabon.
Der Hirsch ist das heilige Tier dieses Fests.
Mabon ist ein Fest, dessen Inhalt und Bedeutung die Natur selbst schreibt: Tag&Nacht, Licht&Dunkelheit sind an diesem Tag im vollkommenden Gleichgewicht. Es herrscht eine Ausgewogenheit der Kräfte und alles Leben ruht für einen kurzen Momenten perfekter Harmonie.
Der zweite besondere Anlass ist dieser Feier zur Erntezeit. Es ist ein Erntedankfest, um sich zu bedanken was uns die Natur gegeben hat.
Und zu guter Letzt ist es auch ein Fest des Wandels, denn von nun an werden die Nächte länger und es geht auf den Winter zu.
Der Apfel ist das Symbol dieser Zeit, das Zeichen für die Lebensernte. Avalon (Apfelland) nannten die Kelten die Anderswelt.
Die christliche Religion wird dieser Abschnitt auch mit einem Erntedankfest gefeiert. Es heißt Alban Elved – Fest des Erntedanks
Samhain
31. Oktober
All Hallows Eve/ Halloween/ Totenfest/ keltischer Jahresbeginn
Samhain bedeutete so viel wie Ende des Sommers. Es markiert den Beginn des Winters und stellt auch das Ende der Erntezeit dar. Dieses Fest steht auch für den keltischen Jahresbeginn. Heute in der Nacht stehen die Tore zur Unterwelt weit offen, darum verkleiden wir uns auch damit die bösen Geister verschreckt werden und uns nicht erkennen. Ebenso werden Feuer angezündet, um die bösen Geister fernzuhalten. Vor den Häusern werden kleine Gaben bereitgestellt, um die Geister zu besänftigen.
Halloween oder All Hallows Eve (der Abend vor Allerheiligen) hat einen irischen Ursprung und kommt vom Fest Samhain.
Der Kürbis stammte ebenso aus Irland und war früher eine Rübe mit einer Kerze drinnen die der Teufel Jack O´Latern schenkte damit er sich in der Dunkelheit zurechtfand, weil er durch einen Betrug weder in den Himmel noch in die Hölle durfte.
Kurz um Halloween ist eine Mischung aus heidnischen und christlichen Bräuchen, verfeinert mit irischem Humor.
Weil´s eben sein muss - hier die Hinweise und das Rechtliche
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